sonnenhofblüte 069“Du bist aber ein Pflänzchen! Du bist aber empfindlich! Nimm Dir doch nicht alles so zu Herzen! Was ist jetzt schon wieder los? Mein Gott, mach doch einfach! Warum musst du aus allem gleich ein Drama machen?! Ich versteh dich nicht!…”

Das und Ähnliches hört man ein Leben lang, und allmählich stellt sich ein Gefühl der Fremdheit ein auf dieser Welt, offensichtlich ist man nicht ‘normal’, verkehrt, eine Belastung weil nicht belastbar, ein Eigenbrötler, schüchtern, den Anforderungen des Lebens, des Berufs nicht gewachsen…

Man versucht sich anzupassen und verliert sich dabei selbst.

Wikipedia: Hochsensibilität, auch: Hochsensitivität, Hypersensibilität oder Überempfindlichkeit

ist ein Phänomen, bei dem Betroffene stärker als der Populationsdurchschnitt auf Reize reagieren, diese viel eingehender wahrnehmen und verarbeiten.
Die wissenschaftliche Aufarbeitung der Hochsensibilität wurde von der US-amerikanischen Psychologin Elaine N. Aron 1997 erstmals eingeleitet, ihre Werke gelten als der Grundstein der HS-Forschung.
Die Reize werden tiefer, intensiver und detaillierter wahrgenommen und gespeichert.

Elaine Aron beschreibt

  • intensives Empfinden und Erleben
  • ausgeprägte subtile Wahrnehmung (vielschichtige Fantasie und Gedankengänge)
  • erhöhte Schmerzempfindlichkeit
  • detailreiche Wahrnehmung
  • hohe Begeisterungsfähigkeit, sehr vielseitige Interessen
  • sehr ausgeprägtes Langzeitgedächtnis
  • psychosoziale Feinwahrnehmung (Befindlichkeiten, Stimmungen und Emotionen anderer Menschen werden leichter und detaillierter erkannt)
  • stärker beeinflussbar durch Stimmungen anderer Menschen
  • ausgeprägtes intuitives Denken
  • langer emotionaler “Nachklang” des Erlebten
  • Denken in größeren Zusammenhängen
  • ausgeprägter Altruismus, Gerechtigkeitssinn
  • Harmoniebedürfnis, Gewissenhaftigkeit
  • Intensives Erleben von Kunst und Musik
  • Perfektionismus
  • meist vielschichtige komplexe und stabile Persönlichkeit
  • Hochsensibilität ist also eine besonders ausgeprägte Begabung zu feiner, intensiver und differenzierter Wahrnehmung mit allen Sinnen.

Etwa 15 Prozent der Menschen und Tiere gelten als hochsensibel! Wir sind also in bester Gesellschaft!

sonnenhofblüte 014Es liegt auf der Hand, dass ein Hochsensibler auch hochsensibles Coaching braucht, denn er hat spezifische Themen und Interessen.

Der erste Schritt geht meist nach innen – sich selbst als HSP verstehen, das Phänomen als Bereicherung für sich und andere begreifen, sich wahrnehmen zu lernen, Selbsterforschung, innere Abenteuerreise … eben alles, was man in Reaktion auf die Umwelt in sich abgeschaltet und angepasst hat entdecken. Das ‘Innere Kind’ braucht Erklärungen und viel Zuwendung! Wer bin ich wirklich?

Im nächsten Schritt ist es wichtig, selbstbewusst und lebensfreudig in die Welt zu gehen. Was kann ich tatsächlich und wie kann ich mein eigenes Leben privat und beruflich gestalten und bereichern, sodass ich mir wirklich gerecht werde?
Vertrauen in mich erlernen.
Ich und andere – Präsenz in der Kommunikation und auch in Konflikten zeigen.
Meinen Körper und seine Reaktionen verstehen und berücksichtigen….

Alle typischen HSP – Themen sind Inhalt des Coachings, alle, die Sie anschauen wollen!
Ich freue mich darauf, mit Ihnen daran arbeiten zu dürfen!

Die amerikanische Psychologin Elaine Aron erfasst mit Fragebögen, ob Menschen in ihrem Sinne “highly sensitive” sind. Antworten mit “zutreffend”, wenn die Aussagen zumindest teilweise auf dich zutreffen. “Unzutreffend” steht für Aussagen, mit denen du dich kaum oder überhaupt nicht identifizieren kannst.

  • Ich fühle mich leicht überwältigt durch starke Sinneseindrücke.
  • Offenbar habe ich eine feine Wahrnehmung für Unterschwelliges in meiner Umwelt. 
  • Die Stimmungen anderer Menschen beeinflussen mich. 
  • Ich reagiere eher empfindlich auf körperlichen Schmerz. 
  • Ich habe an geschäftigen Tagen das Bedürfnis, mich zurückzuziehen – entweder in ein dunkles Zimmer oder an einen anderen Ort, wo ich allein sein und mich von der Stimulation erholen kann
  • Auf Koffein reagiere ich heftiger als viele andere Menschen. 
  • Ich fühle mich schnell überwältigt von Dingen wie grelle Lichter, starke Gerüche, raue Textilien auf meiner Haut oder Martinshörner in meiner Nähe. 
  • Ich besitze ein reiches, vielschichtiges Innenleben. 
  • Laute Geräusche bereiten mir Unbehagen. 
  • Kunstvolle Musik bewegt mich tief. 
  • Manchmal liegen meine Nerven derart blank, dass ich nur noch alleine sein möchte.
  • Ich bin ein gewissenhafter Mensch. Ich bin schreckhaft. 
  • Es bringt mich leicht aus der Fassung, wenn ich in kurzer Zeit viel erledigen muss. 
  • Wenn andere Menschen sich in einer Umgebung unwohl fühlen, weiß ich eher als manche andere, was notwendig ist, um Wohlbefinden herzustellen (zum Beispiel durch eine Veränderung der Beleuchtung oder der Sitzordnung). 
  • Ich werde ärgerlich, wenn man von mir erwartet, zu viele Dinge gleichzeitig zu tun.
  • Ich gebe mir große Mühe, Fehler zu vermeiden oder Dinge nicht zu vergessen. 
  • Fernsehsendungen und Spielfilme mit Gewaltszenen meide ich. 
  • Ich fühle mich unangenehm erregt, wenn sich um mich herum viel abspielt. 
  • Hungergefühle stören nachhaltig meine Konzentration und beeinträchtigen meine Stimmung. 
  • Veränderungen in meinem Leben treffen mich sehr heftig. 
  • Ich bemerke und genieße feine Düfte, Geschmäcker, Klänge oder Kunstwerke. 
  • Ich empfinde es als unangenehm, wenn ich mich mit mehreren Dingen gleichzeitig beschäftigen muss. 
  • Für mich ist es sehr wichtig, mein Leben so zu organisieren, dass ich Situationen vermeide, in denen ich mich ärgern muss oder die mich überwältigen. 
  • Laute Geräusche, chaotische Szenen und ähnliche starke Reize stören mich. 
  • Wenn ich mit anderen Menschen konkurrieren muss oder beobachtet werde, während ich eine Aufgabe erfülle, macht mich das so nervös und unsicher, dass ich weitaus schlechter abschneide, als ich eigentlich könnte.
  • Als Kind haben meine Eltern und Lehrer mich als sensibel oder schüchtern angesehen.

Ergebnis: Wenn du mehr als 14 Aussagen als zutreffend markiert haben, bist du wahrscheinlich ein hochsensibler Mensch. Sollte die Zahl zwar geringer sein, die betreffenden Aussagen aber in extremem Maße zutreffen, so kannst du ebenfalls zu den betroffenen Menschen zählen. Quelle: Elaine N. Aron auf ihrer Website