Vorlagen 001Als jemand behauptete, ich sei auch hochbegabt wie er, tippte ich mir erst mal an die Stirn, denn Zahlen sind meine persönlichen Feinde. Da legte er mir ein Buch hin und ich staunte nicht schlecht. Es gibt mittlerweile andere Intelligenztheorien, wie sie z.B. Howard Gardner in den 80er Jahren entwickelt hat

 

Die multiplen Intelligenzen
Howard Gardner versteht unter Intelligenz eine Anzahl von Fähigkeiten oder Fertigkeiten, die notwendig sind, echte Probleme zu lösen oder Schwierigkeiten in einem bestimmten kulturellen Umfeld zu überwinden. Dazu gehört auch die Fähigkeit, Probleme zu erkennen und damit den Grundstein für den Erwerb von neuem Wissen zu legen. Aus der Aufarbeitung der Evolutionstheorie, dem Studium so genannter Savants (Menschen mit Inselbegabung) und aus der Untersuchung historisch herausragender Talente wie zum Beispiel Einstein, Picasso, Stravinsky oder Gandhi entwickelt Gardner sein Konzept der sieben Intelligenzen, die er dann um weitere Fähigkeiten erweitert hat.

Sprachlich-linguistische Intelligenz
Zur sprachlichen Intelligenz gehören die Sensibilität für die gesprochene und die geschriebene Sprache, die Fähigkeit, Sprachen zu lernen, und die Fähigkeit, Sprache zu bestimmten Zwecken zu gebrauchen. Rechtsanwälte, Redner, Schriftsteller und Dichter zählen zum Kreis der Personen mit hoher sprachlicher Intelligenz.

Logisch-mathematische Intelligenz
Zur logisch-mathematischen Intelligenz gehört die Fähigkeit, Probleme logisch zu analysieren, mathematische Operationen durchzuführen und wissenschaftliche Fragen zu untersuchen. Von der logisch-mathematischen Intelligenz machen Mathematiker, Logiker und Naturwissenschaftler Gebrauch.

Musikalisch-rhythmische Intelligenz
Musikalische Intelligenz bedeutet die Begabung zum Musizieren, zum Komponieren und Sinn für die musikalischen Prinzipien.

Bildlich-räumliche Intelligenz
Zur räumlichen Intelligenz gehört der theoretische und praktische Sinn einerseits für die Strukturen großer Räume, die zum Beispiel von Seeleuten und Piloten zu erfassen sind, andererseits aber auch für das Erfassen der enger begrenzten Raumfelder, die für Bildhauer, Chirurgen, Schachspieler, Ingenieure, Graphiker oder Architekten wichtig sind.

Körperlich-kinästhetische Intelligenz
Die körperlich-kinästhetische Intelligenz enthält das Potenzial, den Körper und einzelne Körperteile (wie Hand oder Mund) zur Problemlösung oder zur Gestaltung von Produkten einzusetzen. Die offensichtlichen Vertreter dieser Intelligenz sind natürlich die Tänzer, Schauspieler und Sportler. Wichtig ist diese Form der Intelligenz aber auch für Handwerker, Chirurgen, experimentell arbeitende Wissenschaftler, Mechaniker und Angehörige vieler anderer technischer Berufe.

Naturalistische Intelligenz
In der Zwischenzeit spricht Gardner von einer weiteren Intelligenz: “Mein kritischer Durchgang lässt klar erkennen, dass die Erweiterung der ursprünglichen Siebenerliste um den Begriff der naturalistischen Intelligenz gerechtfertigt ist.”

Interpersonale Intelligenz
Als interpersonale Intelligenz wurde die Fähigkeit bezeichnet, auch unausgesprochene Motive, Gefühle und Absichten anderer Menschen nachempfindend zu verstehen (Empathie) und deren Stimmungen und Emotionen zu beeinflussen. Diese Fähigkeit ist eine wesentliche Voraussetzung für den erfolgreichen Umgang mit anderen Menschen. Gardner sieht diese Fähigkeiten bei politischen oder religiösen Führern, bei geschickten Eltern, Lehrern sowie bei anderen beratenden oder heilenden Berufen besonders stark ausgeprägt.

Intrapersonelle Intelligenz
Die intrapersonelle Intelligenz schließlich ist die Fähigkeit, die eigenen Gefühle, Stimmungen, Schwächen, Antriebe und Motive zu verstehen und zu beeinflussen. Diese Personen haben nach Gardner ein zutreffendes mentales Modell ihrer Persönlichkeit, das ihnen hilft, in verschiedenen Situationen die eigenen Verhaltensweisen zu antizipieren. Diese interne, auf Selbsterkenntnis beruhende, wie Gardner sie nennt, “central intelligence agency”, verhilft Menschen zu richtigen Entscheidungen.
Die Interpersonale und Intrapersonale Intelligenz sind die Grundbausteine der Theorie der emotionalen Intelligenz, wie sie von Daniel Goleman popularisiert wurde.

Gardner zieht neben diesen acht von ihm identifizierten Formen der Intelligenz noch eine weitere neunte in Betracht, die existenzielle Intelligenz oder spirituelle Intelligenz, bei der es um grundlegende Fragen der Existenz geht.(Wikipedia)

Wie schön, dann zählen ausgeprägte Begabungen auch zu Hochbegabungen! Haben wir das nicht schon immer gewusst?
Aber da ergeben sich schon wieder neue Probleme:

Viele ‘Vielbegabte’ können sich nicht entscheiden, welche ihrer Begabungen sie denn nun leben wollen – sie titschen herum von einem Thema zum nächsten, verzetteln sich, sind nie richtig zufrieden, fühlen sich von der Vielfalt eher gelähmt…

phausSie sind sogenannte Scanner

Endlich weiss ich, warum ich so bin wie ich bin!

Ich hätte mit Begeisterung auch andere Berufe leben können – Architektin, Grafikerin, Lektorin, Illustratorin, Organisatorin – wobei ich das, was ich seit meinem Ausstieg aus dem Lehrerberuf (den ich auch sehr gerne hatte) tue, endlich wirklich liebe! Und auch viele meiner Begabungen teilweise auslebe.

Die Ideen schwirren wie ein Bienenschwarm in meinem Hirn, andauernd sind mehrere Projekte gleichzeitig präsent und ich habe Probleme mit dem Zeitmanagement, mit Ordnungen – manchmal habe ich das Gefühl, mein Gehirn platzt und ich muss mich zur Ruhe zwingen. Da sind die Spaziergänge mit meinem Hund ein wahrer Segen…

Ich bin ein ‘Scanner’, ein ‘buntes Zebra’, ein ‘kreativer Chaot’ – ein ‘bunter Vogel’!

Das zu erkennen, hat mir viel weitergeholfen – Das gibt es! Es hat Namen! Das ist auch positiv! Und vor allem – es gibt Möglichkeiten, sich selbst zu helfen!

Wenn Sie auch so eine Wundertüte sind, können wir uns einen im gemeinsamen Entdecken dieses ‘So-Seins’ – Ich bin mittlerweile gut im Sortieren, Planen…
Es gibt gute Coaching – Tools, die rote Fäden kreieren helfen!

Amazon: “Es gibt Menschen, die sich nicht auf ein einziges Lebensthema beschränken wollen, weil sie sich so vieles vorstellen können. Erfolgsautorin Barbara Sher nennt sie »Scanner« und versteht darunter aufgeweckte, neugierige Zeitgenossen, die gerade unter der Fülle ihrer Interessen leiden. Denn Beschränkung heißt für sie Beschneidung in ihren Möglichkeiten. Barbara Sher befasst sich ausführlich mit Wesen, Freud und Leid von Scannern und verrät viele Tricks, wie sie aus ihrer Not eine Tugend machen und ein erfülltes und erfolgreiches Leben führen können.”